Das Problem mit dem Respekt…

(Crosspost vom Sicher-am-Patienten Blog) Eine häufig geführten Klagen meiner Kollegen und Kolleginnen innerhalb der Blaulichtfamillie ist in etwa die folgende„Wir werden gar nicht mehr respektiert. Früher hat man uns, Polizisten und Feuerwehrleute noch mit Anstand und Respekt behandelt. Heutzutage sind alle nur noch dreist, aggressiv und unfreundlich.“ Was hat es mit diesem Vorwurf eigentlich auf sich? Ist er berechtigt und was soll das sein: Respekt?

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Warum Eskalation nie weiterhilft – Eine Replik

(Disclaimer: Ich arbeite zur Zeit selber an einem Projekt im Bereich Deeskalation & Eigensicherung unter anderem auch für RD-Kräfte. Mit diesem Projekt sollen auch Gewinne erzielt werden. Wer möchte kann also von einem Interessenkonflikt sprechen.)

Am 11.06.2015 wurde auf dem Blog der rettungsdienst.de Seite die Nachbesprechung eines Vortrages von Dr. Ken Oesterreich zum Thema Gewalt im Rettungsdienst veröffentlicht. Ich war bei dem Vortrag nicht anwesend, aber gehe erstmal davon aus, dass Dr. Oesterreich in dieser Besprechung korrekt wiedergegeben wurde. In gefühlten 60% der Aussagen des Artikels stimme ich dem Redner zu. Ja es gibt ein Problem mit aggressivem bis hin zu gewalttätigem Verhalten gegenüber dem RD. Ja, Deeskalation und Eigensicherung sollten regulärer Bestandteil von Aus- Fort- und Weiterbildung sein. Soweit alles unproblematisch. Aber dann gibt es da die Überschrift: „Manchmal hilft die Eskalation“ und vor allem gibt es, an zentraler Stelle, sozusagen als Kernaussage, das folgende Statement: Lesen fortsetzen

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Notfallpsychologie – Ein Kompendium für Einsatzkräfte (Lasoga & Gasch)

41AeroIWn1L._SX314_BO1,204,203,200_Eine Premiere, denn heute haben wir die erste Buchkritik auf diesem Blog. (Konfetti!!) Und wie es dazu kam, ist eine kleine Geschichte für sich. Ich hatte mir eigentlich ein komplett anderes Buch über PSNV bestellt und stattdessen das hier besprochenen Werk im Briefkasten gefunden. Da ich dieses kleine Büchlein dann aber doch ganz interessant und obendrein sehr angenehm in der Hand fand und ich obendrein die Idee eine Art Handbuch für Einsatzkräfte herauszugeben für wichtig halte, hab ich das Buch behalten und mich entschlossen eine Review darüber zu schreiben.  Lesen fortsetzen

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Wichtig für die Praxis oder nur Füllstoff? Die psychologischen Inhalte der NotSan – Ausbildung…

41WjPYjtZrL._SX332_BO1,204,203,200_Seit dem 01.Januar 2014 gibt es den Notfallsanitäter als höchste Qualifikation für nicht-ärztliches Rettungspersonal in Deutschland. Dieser neue Beruf löst damit den bisherigen Rettungsassistenten ab und soll die Rettung in Deutschland so auf ein höheres und qualifizierteres Niveau anheben. Trotz aller Probleme und Hindernisse auf dem Weg zu diesem Ziel hin, halte ich den NotSan für die richtige und angemessene Antwort auf die zahlreichen offenen Fragen im deutschen Rettungswesen. Hier soll es heute aber nicht um Berufspolitik gehen, sondern darum sich einmal anzuschauen was die neuen Kolleginnen und Kollegen lernen müssen, wenn es um Fragen der Psychologie, der Kommunikation und den zahlreichen anderen „soften“ Seiten des Blaulichtlebens geht. Und ich denke ihr werdet genauso überrascht sein wie ich es war. Viel Spaß beim lesen. Lesen fortsetzen

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Warum wir „nie“ reiche Leute retten…

Ein Phänomen, das jeder neue Kollege und jede neue Kollegin nach kurzer Zeit kennenlernt ist, dass es einen offensichtlichen Überhang von Rettungsdiensteinsätzen und Krankentransporten in einkommensschwachen und bildundgsfernen Haushalten gibt. Überspitzt ausgedrückt scheint es so zu sein, dass wir viel öfter in den Schmuddelecken der Stadt sind, als da wo die “oberen Zehntausend” leben. In diesem Artikel will ich euch ein paar Antworten auf zwei Fragen anbieten, die sich bei dieser Beobachtung stellen. Erstens, ist das wirklich so? Werden Menschen aus sozial und ökonomisch schwächeren Gegenden häufiger zu Patienten als andere? Und zweitens, woran liegt das? Liegen die Ursachen in den Personen, in den Umständen oder in ganz anderen Gründen? Lesen fortsetzen

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Neue Mitarbeiter im Rettungsdienst – Onboarding auf der Wache.

onboardingIrgendwann fängt jeder mal irgendwo neu an. Und irgendwann hatte jeder von uns seinen ersten Tag auf einer neuen Wache. Und ganz gleich ob man als erfahrene Rettungsassistentin oder als junger FSJ’ler mit “keine Ahnung von nichts außer Pflaster kleben” anfängt, im Grunde ist die Erfahrung des ersten Tages an einem neuen Arbeitsplatz für alle Menschen ähnlich stressig. Problematisch wird es aber erst dann, wenn es nicht gelingt die neuen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen direkt ab Tag Eins auch zu neuen Kollegen zu machen und sie erfolgreich in das bestehende Team einzubinden. Deswegen soll es heute um den sogenannten “Mitarbeitersozialisationsprozess in Organisationen und Unternehmen” oder auf neudeutsch das “Onboarding” gehen. Lesen fortsetzen

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„Wie baue ich mir einen Burn-Out?“ Der Algorithmus zum selber machen…

interview-firefighter-stressDas Thema ist in aller Munde und was kaum noch jemand weiss ist, dass Burn-Out in Gesundheitsberufen schon lange ein Thema war, bevor die Managerzunft es für sich entdeckt hat. Und da es ja durchaus die Position gibt, dass auch unser Beruf ein wenig mit Belastungen versehen ist, halte ich es für eine gute Idee auch über dieses Problem ein wenig aufzuklären. Aber anstelle des üblichen „Was ist Burnout und wie entsteht er?“ dachte ich, dass eine praktische Anleitung, ein Algorithmus sozusagen, für uns irgendwie passender wäre. Wer als noch keinen BurnOut hat, kann sich hier die Anleitung holen die mensch braucht um auch diesen Karriereschritt erfolgreich zu gehen. Lesen fortsetzen

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Warum alle nur gucken und nichts tun… Der Zuschauereffekt bei Unfällen…

7007Am 13. März 1964 starb die New Yorkerin Kitty Genovese, durch die Hand von Winston Mosley. Sie wurde  gegen drei Uhr morgens, nur wenige Meter von Ihrem Apartment entfernt vergewaltigt und erstochen. Das was diesen Mord zu einem der wichtigsten Fälle in der Psychologie werden lies, war der Umstand das Kitty Genovese innerhalb von rund einer Stunde dreimal, vom gleichen Täter  angegriffen wurde, ohne das einer der zahlreichen Tatzeugen irgendetwas unternommen hat. Der Tod von Kitty Genovese war Ausgangspunkt zahlreicher Forschungsprojekte zu der Frage, was geschieht mit Menschen, wenn sie anderen in Not nicht zu Hilfe kommen. Lesen fortsetzen

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Stress und Kompetenz im Einsatz – Ein paar Gedanken und Tips

Eine der spannendsten aber auch anstrengendsten Seiten der Arbeit im RD ist der Umstand, dass wir bei jedem Einsatz eine neue unbekannte Situation vorfinden. Nicht nur der Patient bietet seine medizinischen Probleme, die Angehörigen sind besorgt, stellen Forderungen ans Personal und sind generell häufig aufgebracht. Weitere anwesende Personen beteiligen sich, für uns häufig unkonstruktiv, am Gespräch. dazu kommt vielleicht ein unbekannter und wenig geschätzter Arzt oder der als problematisch erlebte eigene Kollege. Ich denke, dass es relativ intuitiv ist zu behaupten, „Ein rettungsdienstlicher Einsatz bietet jede Menge Chance für erlebten Stress.“ Ich möchte euch mit diesem Artikel ein wenig Wissen darüber anbieten was Stress ist, wie er sich auf unsere Leistungen im Einsatz auswirkt und wie wir bewusst und verantwortungsvoll mit diesem Problem umgehen können. Lesen fortsetzen

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„Aber ich bin doch nicht verrückt!“ – Die Zwangseinweisung

Die Idee zu diesem Thema kam mir auf dem Weg vom Dienst nach Hause, als ich darüber nachgedacht habe welche Einsätze ich als schwierig erlebe. Und ehrlich gesagt empfinde ich die Situation einen Menschen gegen seinen Willen, in eine psychiatrische Klinik zu verbringen als eine der anstrengendsten und belastendsten im Rettungsdienst. In diesem Text möchte ich euch meine Erfahrungen und Strategien anbieten, mit denen ich es eigentlich so gut wie immer geschafft habe, das es am Ende auch ohne Zwang ging.  Lesen fortsetzen

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